Bronzeschmuck

17. November 2009

Die erste Bronzeverhüttung kommt nachweislich aus dem vorderasiatischem Raum, ca 3500 v.Chr. Damit wurden die bisherigen Werkzeuge und sonstigen Gerätschaften aus Stein oder Kupfer weitestgehend verdrängt.
Bronze ist eine Legierung aus Kupfer und Zinn, und damit zäher und widerstandsfähiger als Kupfer. Die Schmelztemperatur von unter 1000°C kann, mit etwas Luftzufuhr über einen Blasebalg, leicht in einem normalem Holzkohlefeuer erreicht werden.

Im europäischen Raum gilt besonders das heutige italienische Brindisi als Bronze-Hochburg der Antike. Daher leitet sich auch der heute geläufige Begriff “Bronze” ab, die Stadt hiess damals “Brundisium”.
Durch die, im Vergleich zu Gold und Silber, einfache Beschaffung der Grundmetalle, leichte Herstellung und gleichzeitig hochwertige Anmut von Bronze, gab es schnell etliche Anwendungsmöglichkeiten:
Glocken wurden schon seit der Antike, hinein bis ins späte Mittelalter, aus Bronze hergestellt. Denkmäler und Skulpturen konnten einfach im Gussverfahren hergestellt werden.
Und natürlich, Bronzeschmuck: auch heute noch eine beliebte Alternative zu Gold, Silber und Platin. Schliesslich sind Bronzemedallien auch aktuell noch im Sport eine begehrte Auszeichnung.
Durch das flexible Herstellungsverfahren, über Knet- und Gusslegierungen, können sehr detaillierte, fein gearbeitete und hochwertige Schmuckstücke hergestellt werden.

Dabei ist das Spektrum über Ringe, Medaillen, Intarsien, Anhänger und Armreife sehr weit gesät. Von keltischen Symbolen, über Wikingerschmuck, germanischem Ritenschmuck und moderner Kunst:
Bronzeschmuck ist auch heute noch, wie seit dem frühestem Mittelalter, ein schönes Geschenk für die geliebte Maid aber auch für den gestandenen Ritter.


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