Das Parkett

Das Wort Parkett ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Französische Sprache unsere Deutsche Sprache beeinflusst hat. So ist Parkett, dass wir heute als einen Holzgetäfelten Fußboden kennen, von dem französischen parquet im 18. Jahrhundert in unsere Sprache gekommen. Parquet bedeutet dabei eigentlich soviel wie „durch Schranken abgegrenzter Raum“. Das wird insofern verständlich, wenn man weiß, dass Parkett auch die Bedeutung „abgetrennter Zuschauerraum, zu ebener Erde liegend, in einem Kino oder Theater zu finden“, bedeutet. Mit Parkett wird außerdem auch in der Börsensprache operiert. Hier bezeichnet das Wort den Saal in der Börse, in dem der Handel getätigt wird.

In beiden Bedeutungen bzw. in allen drei Bedeutungen finden wir auch das französische parquet. Dieses wiederum ist eine Bildung aus dem ebenfalls französischen Wort parc. Parquet ist hierbei eine verkleinernde Bildung (mit dem Fachwort ausgedrückt: eine deminutive Bildung) von parc, was soviel wie „eingehegter Raum“ bedeutet. Die Bedeutungsausweitung auf einen Fußboden, der aus Holzstäben oder Riemen besteht, wird dann deutlich, wenn man dich die Form eines Parketts anschaut. Die Holzstäbe sind so verlegt, dass das ein Muster entsteht und kleine, gegeneinander abgegrenzte Flächen sichtbar bleiben. So hat sich schon im 17. Jahrhundert eingebürgert, diese Art von Fußboden mit Holztäfelungen als parquet zu bezeichnen.

Die Schreibung nach französischer Art, also mit dem qu in der Mitte, hat sich dabei übrigens bis ins 19. Jahrhundert noch beibehalten, bis sie dann umgeändert wurde und in die heute übliche Schreibung mit k, also als Parkett, ging.

Parkett kann dabei aus den unterschiedlichsten Hölzern hergestellt werden: Dazu gehören zum Beispiel die Rotbuche, Eiche, Kiefer, Lärche, Kirschbaum, Apfelbaum, Nussbaum oder die Robinie. Auch exotische Hölzer werden zur Herstellung von Parkett verwendet.

Ähnliche Beiträge zum Thema "Das Parkett":