Die Gerbung des Leders bei der TrachtenlederhoseSchlagwörter: günstig, preiswert, Test |
Die Anschaffung der Trachtenlederhose ist eine Investition für lange Zeit. Wer sich für eine wirklich gute Lederhose entscheidet, wird auch entsprechend lange Freude an dem guten Stück haben. Nicht unwichtig ist dabei die Gerbung des Leders, die letztlich neben der Lederart die Trageeigenschaften einer Trachtenlederhose ausmacht.
Hier besteht zunächst die Möglichkeit der Alaungerbung, die als ältestes Gerbverfahren bekannt ist und auch Weißgerbung genannt wird. Hier wird unter Einsatz von Aluminiumsulfat und Kochsalz das Leder bearbeitet. Leider ist bei diesem Gerbverfahren das Leder später nicht mehr waschbar. Insgesamt sollte man von Trachtenlederhosen dieser Gerbart Abstand nehmen, sofern mit dieser Technik überhaupt noch gearbeitet wurde, die zudem wegen ihrer ungünstigen Eigenschaften rückläufig ist.
Auch die Gerbung mit Chromsalzen ist heute noch gebräuchlich. Zwar sind die inzwischen verwendeten 3-wertigen Chromverbindungen unschädlich für den menschlichen Körper, aber der deutliche Nachteil besteht darin, dass das mit diesen Chromsalzen bearbeitete Leder weder wasch- noch schweißbeständig ist. Für eine Trachtenlederhose, die häufig in Gebrauch ist, eine ungünstige Eigenschaft.
Im Rahmen der chemischen Gerbung ist die mit dem Gerbstoff Regulan GT 50 ideal, da dieser Gerbstoff das Leder zum einen schweiß- und waschbeständig erhält, zum anderen das Leder so hautverträglich bleibt, dass Leder und Felle dieser Gerbart sogar im medizinischen Bereich Verwendung finden. Ein geläufiger Begriff hat sich in diesem Zusammenhang mit dem “medizinischen Lammfell” entwickelt, dass – trotz Gerbung – sogar mit Babyhaut problemlos in Kontakt kommen darf.
Die beste Lederart für die Trachtenlederhose und auch sonstige Bekleidung ist aus vegetabil gegerbtem Leder, das unter ökologischen Grundsätzen und Einsatz solcher Gerbmittel bearbeitet wird. Die Trachtenlederhose aus diesem Leder ist garantiert hautverträglich und hat beste Trageeigenschaften.