Eine kleine Bildungs-Geschichte

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In den sechziger Jahren gab es in Deutschland eine Vielzahl an “Staatlichen Ingenieurschulen”, “Höhere Fachschulen für …”, “Akademien für …” Diese entsprachen in keinster Weise der internationalen Konkurrenz.

In den siebziger Jahren wurde das Fachhochschulgesetz verabschiedet. Die ersten Fachhochschulen wurden gegründet. Viele von ihnen entstanden durch Umstrukturierung bereits genannter Ingenieurschulen, Akademien und Fachschulen.

1976 wurden die Fachhochschulen den Universitäten gleichgestellt. Das Hochschulrahmengesetz von 1985 schrieb fest, dass zu den Aufgaben der Fachhochschulen die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung zählt. Seit den achtziger Jahren wird an Fachhochschulen der akademische Grad des Diploms mit dem Zusatz der Fachrichtung und eines FH verliehen. Dieses Kürzel steht für Fachhochschule.

Nach 1990 wurden die einstigen Fachschulen und ein Teil der technischen Hochschulen der DDR ebenfalls in Fachhochschulen umgewandelt. Seit dem Jahr 2000 werden an den Fachhochschulen auch Studiengänge angeboten, die mit dem Bachelor und Masterabschluss enden.

Heutzutage werden Fachhochschulen auch als University of Applied Sciences oder University bezeichnet. Damit wird der direkte Vergleich zum amerikanischen Bildungssystem hergestellt.

University sollte jedoch nicht ins Deutsche übersetzt werden, da dies zu Irritationen führen könnte. Eine Universität in Deutschland ist zwar wie die Fachhochschule eine Hochschulform, hat jedoch eine vollkommen andere Ausrichtung.