Energiefresser oder Energiearmes Haus?

Diese Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten, denn wer will schon in einem „Energiefresser“ Haus wohnen? Dennoch machen sich leider immer noch die wenigsten Menschen effizient darüber Gedanken, wie sie nachhaltig ihre Energiekosten senken können und damit nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schonen. Und weil dieses Thema scheinbar staatlich in die Hand genommen werden musste, gab es im Jahr 2007 die Energieeinsparverordnung, welche unter anderem zur Folge hatte, dass mit Beginn dieses Jahres der Energieausweis Pflicht wurde. Der Energieausweis soll einige Vorteile, vor allem dem Mieter gegenüber erbringen. So soll schon vor Abschluss des Mietvertrages deutlich ersichtlich sein, wie hoch die zukünftigen Energiekosten sein werden. Die wichtigsten Faktoren sind dabei die Heizkosten, Strom und Warmwasser. Nicht selten machen die Energiekosten heute einen stattlichen Teil der Mietkosten aus.
Nun soll der Mieter selbst entscheiden können, in dem er vor der Unterschrift des Mietvertrages zunächst einmal prüfen kann, welche Kosten auf ihn zukommen. Für den Vermieter bringt dies natürlich eine neue Form der Konkurrenz mit sich, denn in der Regel wird sich der zukünftige Mieter eher für eine energiearme Wohnung oder Haus entscheiden.
Dabei sind manchmal schon Kleinigkeiten für den Wärmeverlust verantwortlich. Abgenutzte Dichtungen am Fenster, große Spalten unterhalb der Tür oder eine schlechte Wärmedämmung der Wände. Diese Dinge können nachträglich verbessert werden, sorgen aber für eine nachhaltige Energiekostensenkung. Der Energieausweis gilt allerdings nicht nur für Immobilien, welche an Privatmieter vermietet werden, sondern auch für Büroräume oder Fabrikanlagen. Welchen Nutzen der Ausweis auf lange Sicht tatsächlich erbringen wird, bleibt offen und wird sich in der Praxis zeigen.