Geschichte der Lebensversicherung

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Bereits im antiken Rom entstand eine erste Art der Lebensversicherung. Damals gründeten sich Beerdigungsvereine. Sie bezahlten die Kosten der Bestattung und sicherten die Hinterbliebenen finanziell ab. Im 17. Jahrhundert gab es in Frankreich einen weiteren Vorläufer moderner Lebensversicherungen. Kaufleute, Schiffseigner und Zeugen trafen sich damals und machten Leistungszusagen auf das Leben anderer Menschen. Lebensversicherungen existierten in der ersten Zeit vor allem als Wetten auf das Leben von Menschen. In England führte das dazu, dass später nur noch Lebensversicherungsverträge abgeschlossen werden durften, wenn der Versicherer ein wirtschaftliches Interesse am Überleben des Versicherten nachweisen konnte.
Zu Beginn der Lebensversicherung gab es zwar Leistungen bei Tod, das geschah aber nicht auf Grundlage systematischer Berechnungen. Edmond Halley änderte das. Er gilt als Erfinder der Lebensversicherungsmathematik. Als erste Gesellschaft, die nach diesen Grundlagen arbeitete, gilt die Society for Equitable Assurances on Lives an Survivorships 1762 in England. Die ersten modernen Lebensversicherungen in Deutschland gab es 1827.
Heute ist die Lebensversicherung die beliebteste Altersvorsorge der Deutschen, es existieren mehr als 90 Millionen Policen. Lebensversicherungen werden meist über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten abgeschlossen. Das kann zur Folge haben, dass die Beiträge durch Krankheit oder plötzliche Arbeitslosigkeit nicht mehr bezahlt werden können. Im Laufe der Zeit hat sich deswegen ein Markt gebildet, auf dem Menschen Lebensversicherungen verkaufen können. Außerdem kann man seine Lebensversicherung beleihen. Dabei bekommt man einen Teil des Geldes, dass man zum Ende der Versicherungsdauer bekommen würde, im Voraus als Darlehen ausgezahlt. Allerdings kann man nur Lebensversicherungen beleihen, die einen Sparanteil haben.

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