Ist BMX immer noch Trendsport?

Sport hat viele Gesichter. Typische, die das Gehirn sofort assoziiert, wie Fussball oder Tennis. Wem ein Flugkopfball als dritte Dimension zu wenig ist, sucht wohl eher nach anderen Möglichkeiten, bei denen nicht nur die Kondition gefragt ist, sondern zudem mehr Adrenalin ins Blut strömt und für den letzten Kick sorgt. Extreme Beweglichkeit in Kombination mit immenser Koordination aller Körperteile erfordert ein neuer Trendsport: BMX. Mit kleinen Fahrrädern über Buckelpisten sind schon in den achtziger Jahren vor allem Jugendliche gefahren. Was sich daraus mit der Zeit entwickelt hat, ist damit nicht mehr vergleichbar. BMX-fahren ist eine Subkultur geworden, die mit Fahrrädern kleinere und größere Wunder vollbringt. Auf Rampen gewaltige Sprünge zu vollführen, die oft meterhoch in die Luft gehen erfordert einigen Mut und auch viel Konzentration. Viel Gefühl für das Rad. Die körperliche Einigkeit zwischen Biker und Bike ist das wichtigste bei den Drehungen und Überschlägen. Begeistert ist der Zuschauer wegen der immensen Koordination und der Kreativität, mit der sich die Sportler immer schwierigere und gefährlichere Figuren ausdenken, die bei den Punktrichtern für gute Wertungen sorgen. Wer BMX fährt, trainiert oft in lockerer Umgebung mit anderen, obwohl es kein wirklicher Mannschaftssport ist. Vor allem junge Menschen werden von den Fahrrädern angezogen, und sind oft an geeigneten Stellen in der Stadt beim Training anzutreffen. Gefährlicher als andere Sportarten ist es jedoch auch nicht, wenn der Fahrer sich selber einschätzen kann und auch ein sicheres Gefühl für seine Grenzen hat. Grenzenloses Risiko birgt in jedem Sport Verletzungsgefahren, die nicht zu verachten sind.