Kinder, Kinder

Viele denken, Outdoorsport wäre nur etwas für Erwachsene. Sie sind der Meinung, die Touren würden ihre Sprösslinge überfordern und sie hätten keinen Spaß daran. In den meisten Fällen ist aber eher das Gegenteil der Fall.
Viele Kinder sind weitaus koordinierter in ihren Bewegungen, als ihre Eltern. Zudem können sich die Kinder oft weitaus besser bewegen. Ihre Sehnen sind gedehnter und durch den Sportunterricht in der Schule, haben sie auch oftmals einen viel ausgeprägteren Gleichgewichtssinn.
Außerdem darf man nie vergessen, dass es beim Outdoorsport vielfach darauf ankommt, seine Grenzen zu überwinden und sich einfach kopfüber ins Abenteuer zu stürzen. Auch hier sind uns die Kinder meist überlegen, denn sie denken nicht lange über die Gefahr, oder darüber was alles passieren und schief gehen könnte nach, sondern sie springen einfach, manchmal sogar im wörtlichen Sinn, ins kalte Wasser.
Natürlich sollte immer auf das Alter der Kinder Rücksicht genommen werden, bevor sie auf eine Tour mitgenommen werden und noch viel wichtiger, darauf, wie gut ihre Schwimmkenntnisse sind, denn Sportarten wie Rafting oder Canyoning sind sehr gefährlich für Kinder, die noch nicht ausreichend schwimmen können.
Rafting ist bereits für Kinder im Alter von acht Jahren geeignet. Schon in diesem zarten Alter können sie an einer Tour teilnehmen und werden bestimmt auch ihren Spaß daran haben. Schwimmwesten sorgen dafür, dass die Kinder nicht untergehen, sollten sie doch einmal ins Wasser fallen und Helme schützen die Köpfe bei einem Aufprall auf einem Stein.
Canyoning hingegen ist für jüngere Kinder nicht zu empfehlen.
Die Schluchten liegen im Schatten und das Wasser ist kalt. Dadurch kühlen die kleinen Körper sehr schnell aus und frieren, wodurch die Tour für sie wohl eher kein Vergnügen mehr ist. Daher sollten Kinder ihre ersten Canyoningversuche erst im Alter von vierzehn Jahren machen.
Einem Outdoorsport-Abenteuer mit der ganzen Familie steht also nichts mehr im Wege.