Nagelpilz (Nagelmykose)Schlagwörter: Nagelpilz |
In diesen heißen Sommertagen haben viele Menschen ein sehr intimes Problem: barfuß laufen bedeutet, dass andere Menschen die verfärbten und unschönen Fußnägel sehen. In der überwiegenden Zahl der Fälle wird es sich um einen Nagelpilz handeln, der so im wahrsten Sinne des Wortes das Licht der Welt erblickt.
Allerdings gibt es keinen Grund, dies als peinlich anzusehen, denn in der Tat ist Nagelpilz (wissenschaftlich Onychomykose) eine weit verbreitete Krankheit. Experten schätzen, dass etwa jeder 10. Bundesbürger unter dieser Krankheit leidet.
Nagelpilz entsteht in der Regel durch eine Beschädigung des Nagels, die es dem fast überall vorhandenen Pilzen leicht macht in der Nagel einzudringen. Da etwa ein Drittel der Deutschen unter Fußpilz leiden haben die Menschen kaum eine Möglichkeit diesen Erregern auszuweichen. Ist der Pilz einmal im Nagel angelangt, kann er sich dort ungestört ausbreiten.
Erkennbar wird der Nagelpilz in der Regel durch eine kleine weiße oder auch dunkle Stelle, die im Verlauf von Wochen immer größer wird. Nach längerer Zeit ist dann schließlich der ganze Nagel befallen, später kommt es dann oft zu einer Infektion weiterer Nägel.
Soweit sollte man dies aber nicht kommen lassen, denn je frühzeitiger eine Therapie einsetzt, umso besser kann der Nagelpilz behandelt werden. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, den Nagelpilz zu bekämpfen: die äußerliche Behandlung mit Nagellack, oder die Therapie mit Tabletten.
Die meisten Menschen ziehen die äußerliche Behandlung vor, vor allem dann, wenn sie den Beipackzettel der systemischen Antimykotika gelesen haben. Leider muss man aber auch sagen, dass eine erfolgreiche Therapie in vielen Fällen die Kombination beider Anwendungsarten voraussetzt, vor allem dann, wenn der gesamte Nagel oder mehrere Fußnägel befallen sind.