Revolving Cards

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Kreditkarten erobern zunehmend auch den deutschen Markt und werden heute auch an die breite Bevölkerung ausgegeben. Mit der steigenden Nachfrage erweitert sich auch das Angebot an Kartenmodellen. Die klassische deutsche Chargekarte mit einem Zahlungsziel von 30 Tagen bekommt so Konkurrenz von der Prepaidkreditkarte und der amerikanischen Revolving Card. Besonders über das Internet werden Kreditkarten kostenlos ausgegeben, bei denen die obligatorische Jahresgebühr von 20 bis 50 Euro für Standardkarten entfällt. In Punkto Verschuldung sollte man jedoch besonders bei der Revolving Card seine Ausgaben im Überblick behalten.
Nach US-amerikanischem Standard handelt es sich nur bei Revolving Credit Cards um echte Kreditkarten. Die deutsche Chargekarte gewährt lediglich einen Kredit von einem Monat und keine Ratenzahlungsmöglichkeit. Anders die Revolving Card: die monatliche Rückzahlung der Kartenposten erfolgt nicht in einer Summe, sondern in Raten. Verbraucher erhalten so die Möglichkeit, bis zu 3 % der Monatsabrechnung zu tilgen und den Restbetrag in Raten abzuzahlen. Der Karteninhaber bewegt sich mit seinen Zahlungen dabei gern dauerhaft am Kartenlimit und zahlt ähnlich wie bei einem Dispositionskredit hohe Zinsen auf die Kreditkarte. Wer seine Karte also dauerhaft am Limit belastet, wird seinen Kredit beim Kreditkartenunternehmen nicht tilgen können. Dabei fallen besonders die Zinsen üppig aus, die bis zu 20 % auf die Kreditsumme betragen. Durch dieses Zahlungsmodell stellt die Revolving Card zwar die Kreditkarte mit der bestmöglichen Flexibilität dar, verleitet ihre Inhaber aber auch schnell zur dauerhaften Überschuldung. Wer seine Finanzen bestens im Blick haben möchte, ist daher mit einer Prepaidkarte besser beraten oder entscheidet sich für die herkömmliche Chargekarte.