Selber tapezierenSchlagwörter: günstig, Preise, preiswert, Tapeten |
Den teuren Fachbetrieb beauftragen kann jeder. Die spezielle Herausforderung ist es, die eigenen Räume individuell zu gestalten und dabei noch möglichst preisgünstig zu fahren. Für den Anfänger zur Übung eignet sich am besten die Raufasertapete, weil diese sich gut kleben lässt und man nicht auf die Muster achten muss. Einfacher Tapetenkleister reicht für die meisten aller Untergründe aus. Die zu beklebende Wände müssen glatt und sauber sein. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Tapetenreste mehr auf der Wand bleiben, weil sonst unschöne Blasen entstehen. Alte Farbreste werden mit einem spitzen Werkzeug entfernt, lose Partikel können mit einer Bürste oder einem Schrubber entfernt werden. Ist die Wand zu trocken oder gar frisch verputzt, bitte mit Makulatur oder wasserverdünntem Tapetenleim grundieren. Besonders beim Tapezieren von Decken sollte auf eine ausreichende Grundierung geachtet werden. Der Anfang der Tapezierarbeiten wird in einer Ecke des Raumes gemacht, in der das Tageslicht in den Raum fällt. Hierdurch wird garantiert, dass die Stöße keine unschönen Schatten werden. Durch spezielles Überstreichen mit individuellen Farben kann jedem Raum ein persönliches Flair gegeben werden. Auch kleine Fehler des Tapezierens können mit Farbe gut kaschiert werden. Die Verarbeitung von Strukturtapeten ist eher für geübte Handwerker geeignet, weil passgenau geschnitten und exakt geklebt werden muss, da man sonst die einzelnen Bahnübergänge ganz deutlich sieht. Zum Kleben ist Spezialleim erforderlich. Bei der Auswahl helfen die Berater in Bau- und Fachmärkten immer gern. Spezialleime sollten nicht aus den Stößen hervorquellen, weil sie sich nicht rückstandslos wieder entfernen lassen und dunkle Flecken zurückbleiben können. Großflächige Mustertapeten sind eine weitere Steigerung des Schwierigkeitsgrades – hier kann man unter Umständen mehr als einen halben Meter Verschnitt pro Bahn haben und sollte bei Räumen mit großer Raumhöhe über 2,50 bis 3,00 m davon ausgehen, dass man nicht mehr als 3 Bahnen pro Tapetenrolle herausbekommt. Beim Kauf von Tapeten sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass man nur Rollen mit einer gleichen Farbchargennummer gemeinsam verarbeitet. Bei der Verarbeitung von Mustertapeten wird auf Stoß geklebt, d.h. die einzelnen Tapeten dürfen sich in keinem Fall überlappen, weil sonst das Muster nicht mehr stimmt.