Überarbeitungsmodus – was ist das?

Wenn jemand einen Text schreibt und jemand anders diesen Text überarbeitet, ist normalerweise nicht zu sehen, was alles geändert wurde. Natürlich kann der Bearbeiter alle seine Änderungen farblich markieren. Aber das ist ziemlich umständlich und im Arbeitseifer könnte da auch was vergessen werden. Wird jedoch bei der Bearbeitung eines Textes der Überarbeitungsmodus im Textverarbeitungsprogramm eingeschaltet, markiert dieser automatisch jede einzelne Änderung in der Datei. Die Änderungen sind meistens rot und daher auf den ersten Blick zu sehen. Gelöschte Zeichen werden durchgestrichen, hinzugefügte stehen in rot da. Änderungen an der Formatierung werden meist in Form von Sprechblasen am Rand angezeigt. Der Verfasser kann nach der Bearbeitung seines Textes also ganz genau sehen, was der Bearbeiter alles geändert hat.

In einem zweiten Schritt kann er nun – wenn er möchte – den Text von vorne bis hinten durchgehen und jede einzelne Änderung durch einen Mausklick annehmen oder ablehnen. Wird die Änderung angenommen, verschwindet die Markierung und die Änderung ist in den Text eingearbeitet. Wird eine Änderung abgelehnt, verschwindet sie mitsamt ihrer Markierung. Die Textpassage steht in ihrer ursprünglichen Fassung da.

Zusätzlich können in Textverarbeitungsprogrammen auch Kommentare im Text eingefügt werden. Hier hat der Lektor die Möglichkeit, auf etwas hinzuweisen, beispielsweise einen Widerspruch im Text, eine unverständliche Passage, eine Doppeldeutigkeit oder Ähnliches. Anhand dieser Kommentare kann der Verfasser notwendige Nachbesserungen an seinem Text durchführen.

Der Überarbeitungsmodus ist besonders praktisch bei einem Lektorat. Über die Korrekturen von Rechtschreibung, Zeichensetzung oder Grammatik lässt sich zwar manchmal streiten, aber meistens werden diese doch gerne angenommen. Anders ist es bei stilistischen Verbesserungen im Text. Der Lektor kann hier immer nur Vorschläge machen, die mit seinem Sprachgefühl und seiner Berufserfahrung zusammenhängen. Er kann aber niemals behaupten, dass eine bestimmte Ausdrucksweise “falsch” sei. Wenn dem Autor ein bestimmter Ausdruck wichtig ist, sollte er den Änderungsvorschlag ablehnen können.

Der Überarbeitungsmodus ist also eine praktische Hilfe. Der Bearbeiter muss nicht mühsam alle Änderungen von Hand markieren und der Verfasser kann bequem entscheiden, welche Änderungen er annehmen möchte und welche nicht.