Verwandlungskünstler

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Fast jeder hat schon mal den Begriff Plexiglas gehört. Aber was verbirgt sich eigentlich dahinter? Als Laie stellt man sich darunter wohl so etwas Kunstglas vor, welches allerdings nicht so bruchanfällig ist, wie richtiges Glas. Das ist auch durchaus der richtige Denkansatz. Es handelt sich hierbei um den Kunststoff Polymethylmethacrylat, der aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften sehr vielseitig einsetzbar ist.

Wenn man zum Beispiel eine neue Sehhilfe benötigt, hat man meistens die Wahl zwischen richtigen Gläsern und welchen aus Kunstglas. Dieses Plexi- oder auch Acrylglas ist weniger kratz- und bruchanfällig wie richtiges Glas. Das schlägt sich zwar im Preis nieder, ist aber der Langlebigkeit der neuen Brille durchaus zuträglich. Außerdem lässt sich dieses Kunstglas farblich prima in tönen, sofern man besonderen Wert auf modische Extras legt. Wenn man eine randlose Brille oder eine mit Halbgestell haben möchte, kommt man um die Plexiglas-Version ohnehin nicht drum herum. Die Bügel werden hier direkt am Augenglas befestigt, da wäre normales Glas von seiner Materialbeschaffenheit her doch etwas überfordert.

Plexiglas ist schon bei 100 Grad Celsius leicht verformbar und kann in beliebiger Stärke hergestellt und ziemlich leicht bearbeitet werden. Das macht man sich zum Beispiel auch im Baugewerbe und der Architektur zunutze. Hier wird es vorzugsweise für Innenverglasungen genutzt, aber auch Balkon- oder Terassenverkleidungen sind häufig aus Plexiglas. Auch im Fahrzeugbau greift man gerne darauf zurück, da es nicht nur ziemlich beschädigungsresistent gegenüber Witterungseinflüssen und herkömmlichen Chemikalien sondern auch sehr lichtdurchlässig ist. Außerdem sind die hohe Elastizität und Bruchsicherheit ausschlaggebende Argumente für den Einsatz in der Fahrzeugindustrie.