Von einfachen Stabparkett |
Holzdielen – die kannte man schon im Mittelalter. Sie hielten zunächst in den besser gestellten Haushalten Einzug und bei den Monarchen in ihren Palästen, später verfügte auch der einfach Mann über Holzdielen in seinem Haus. Ab diesem Zeitpunkt musste es bei den Monarchen natürlich ein besserer Bodenbelag werden. Deren Holzdielen wurden ab dem 16. Jahrhundert dann letztlich auch mit edleren Hölzern verziert. – Das Parkett entstand. Seine Blütezeit hatte das Parkett dann später im 17. und im 18. Jahrhundert. Die einfachen Holzdielen jedoch blieben lange Zeit noch der Bodenbelag des kleinen Mannes.
In den Palästen hingegen wurde zum Beispiel das inzwischen entwickelte Tafelpaket und die kunstvollen Intarsienböden mit ihren wunderschönen Ornamenten und der Möglichkeit damit auch gegenständliche Bilder und Szenen darzustellen. Heute ein Klassiker ist das Stabparkett. Grund dafür ist die individuelle Einsetzbarkeit von Stabparkett. Die verschiedensten Wohnideen lassen sich damit umsetzen.
Stabparkett besteht dabei aus einzelnen Holzstücken, wobei die so genannten Parkettstäben etwa 22 mm stark sind. Des Weiteren verfügen sie über eine Breite von 4 cm bis 8 cm und haben eine Länge zwischen 25 cm bis 100 cm. Die üblichen Herstellungsvarianten bewegen sich auch in diesem Bereich. Die vielfach verbreiteten Fischgrät-, Würfel- und Flechtmuster können dabei mit Stabparkett leicht gelegt werden, ebenso der so genannte Schiffsbodenverband. Hierbei werden die Parkettstäbe stoßversetzt parallel angeordnet.
Die Holzarten, die man allgemein für Parkett verwendet, sind heute unterschiedlicher Herkunft. Es handelt sich dabei sowohl um Laub- als auch um Nadelbäume. Verwendung findet dabei sowohl einheimisches, als auch exotische Holzarten. Beim Parkett ist es dabei so, dass innerhalb der einzelnen Holzarten auch noch verschiedene Sortierungen existieren, wie „Natur”, „Gestreift” und „Rustikal”.